Hartz und herzlich

Bürgergeld-Empfängerin ignoriert absichtlich Post vom Gericht – das hat Konsequenzen

Viele „Hartz und herzlich“-Stars beziehen Bürgergeld und haben nur wenig finanzielle Mittel. Rostockerin Lena muss derzeit von 80 Euro monatlich leben.

Lena musste schon einige Schicksalsschläge verkraften. Die 19‑Jährige verlor erst vor einigen Monaten ihre Mutter, nun ist sie Vollwaise. Vertrauenspersonen hat die junge „Hartz und herzlich“-Protagonistin kaum, besonders keine, die ihr mit bürokratischen Dingen helfen. Die Bürgergeld-Empfängerin ist auf sich allein gestellt und schafft es nicht, ihren Verpflichtungen nachzukommen.

Bürgergeld-Empfängerin lena sitzt bei hartz und herzlich auf ihrem balkon in rostock
Lenas Mutter ist erst vor wenigen Monaten verstorben. Die 19-Jährige lebt von Bürgergeld und kämpft mit hohen Schulden. (Archivbild) © Screenshot / RTLZWEI

In den neuen Folgen aus Rostock erzählt Lena von unerfreulicher Post: „Ich habe von Hamburg einen Gerichtsbrief gekriegt.“ Sie bekam Angst und wusste nicht, was sie tun sollte. „Ich kann ja keinen fragen, der sich damit auskennt“, erzählt sie. Aus Unsicherheit traf sie die ungeschickteste Entscheidung. „Ich habe den ignoriert, weil ich nicht weiß, was ich damit anfangen soll“, beichtet sie.

Bürgergeld-Empfängerin Lena bei „Hartz und herzlich“ im Schulden-Debakel

Bei „Hartz und herzlich“ erzählt die 19-Jährige von ihren Problemen mit den Behörden. Lena ist hoch verschuldet, spätestens seit der Beerdigung ihrer Mutter ist ihre finanzielle Lage mies. 4.568 Euro Schulden sind dadurch entstanden, abbezahlen kann sie die kaum. Denn die Rostockerin lebt von Bürgergeld und Waisenrente, doch um die Weiterbewilligung letzterer hat sie sich nicht gekümmert!

Wegen der ausstehenden Zahlungen und der Verfahren stehen ihr monatlich nur 80 Euro zur Verfügung. In einem Vollzeitjob könne sie derzeit wegen ihrer mentalen Verfassung nicht arbeiten, erklärt sie. Auch andere „Hartz und herzlich“-Protagonisten gehen aus psychischen Gründen nicht arbeiten, wie Mannheimerin Beate zum Beispiel. Auch sie kämpft mit Schulden und Jobcenter-Stress.

Für Lena ist erst Besserung in Sicht, wenn ihrem Antrag auf Weiterbewilligung stattgegeben wird. So lange muss sie sich mit dem wenigen Geld, das ihr zur Verfügung steht, durchschlagen. Da sie aber Schulden, wie die bei ihrem Mobilfunkanbieter, sofort begleichen muss, muss sie sich Geld bei Freunden leihen. Von den Schulden weg kommt sie so auf Dauer nicht.

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